Kriegerdenkmal Ehrenmal

Zum Bau des Kriegerdenkmals
Der Vorstand des Kriegervereins hatte damals am 3. Mai 1933 bei der Sitzung eine genaue Vorstellung vom Kriegerdenkmal. Im Protokoll hieß es:
Zitat ,,Das Kriegerdenkmal soll in diesem Jahr errichtet werden und zwar aus Bruchsteinen aus Neuhof. Jedes Vereinsmitglied hat 15 Stunden unentgeltlich am Kriegerdenkmal zu arbeiten. Für Facharbeiter werden die Überstunden bezahlt. In den Denkmalausschuß wurden gewählt: Josef Rühmes, Josef Krämer, Theodor Bodenburg / Hüddessum. Diese haben im Einklang mit dem Vorstande sämtliche Sachen zu regeln. Sämtliche Adlumer Vereine sind zur Mitarbeitung willkommen. Doch haben sie sich den Anordnungen des Kriegervereins zu fügen. Nach der Vollendung wird das Denkmal für sämtliche Adlumer Vereine bei Gefallenen-Gedenkfeiern freigegeben." Zitat Ende
Den Bau des Kriegerdenkmals genehmigte die Gemeinde Adlum am 8. Juni 33 und erlaubte auch, den Weg zum Denkmal herzurichten und zu benutzen. Der Gemeinde dürfen keine Kosten entstehen.
Von einer Einweihungsfeier steht nichts im Protokoll. Vermutlich hat sie aber stattgefunden, denn es existieren Bilder von einem Umzug mit schwarzgewandeten und zylinderbehüteten Männern zu Fuß und zu Pferde und in einer Kutsche fahrend.
Am 21. August 1933 übemahm die Gemeinde das neuerbaute Denkmal am alten Bruchgraben. (Bilder hängen im Schützenhaus)
Die 1. Gefallenenehrung fand am 13. Februar 1934 statt. Dazu lud der Vorstand alle Vereine und Adlumer Bürger ein. Die Pflege des Denkmals übernahmen die Männer des Kriegervereins. 1934 wurde eine Hecke vom „Baum des Lebens“ um das Ehrenmal gepflanzt. Für diese gärtnerische Anlage zahlte der Verein 60 Mark. Der Platz um das Denkmal soll als Krieger-Ehrenhain mit Bäumen aus dem Ilsenhols bei Wendhausen bepflanzt werden. Es wird erzählt, dass für die 20 Gefallenen des 1. Weltkrieges je ein Baum in die Erde gesenkt wurde. Diese Maßnahme ist einmalig in dieser Gegend. 1942 kamen noch einmal 20 Bäume dazu. Dieses kleine Wäldchen lieferte auch das Birkengrün für Umzüge und für die Adlumer Junggesellen, die in der Pfingstnacht ihre Angebetete erfreuen wollten.
Bis 1953 stand die Anlage ziemlich verwahrlost da, bis der Schützenverein (ehemals Kriegerverein) die Pflege wieder übernahm. Die Gemeinde beteiligte sich an den Kosten und bestellte den Gärtner Heinrich Algemissen zum Vertrauensmann. Zuvor waren auch Bernhard Voges, H. Hartmann und M. Hartmann II, Karl Hartmann, J. Köhler, Franz Rickhei, Franz Voges und Josef Lübbers zu Denkmalspflegern benannt worden.
1940 bekam das Ehrenmal eine Weißdornhecke. Zu der Zeit war Theodor Bodenburg aus Hüddessum mit der Pflege beauftragt. Er besorgte die Stecklinge.
Die Einweihung der angebrachten Gedenktafeln fand am 1. Mai 1955 um 14 Uhr statt. Alle Vereine und alle Bürger von Adlum wurden dazu eingeladen. Der Schützenverein Groß Förste umrahmte die Feier mit Musik. Nach der Einweihung traf man sich zu kameradschaftlichem Beisammensein und Tanz im Vereinslokal.
Im Jahre 1960 mauert der Dachdeckermeister Heinrich Müller eine Abdeckung zum Schutz vor Regen auf dem Kriegerdenkmal.
Der Weg zum Ehrenmal bestand als Feldweg, wurde aber jetzt ausgebaggert und mit reinem Bauschutt ausgefüllt. Reinhard Müller und Siegfried Heumann ebneten den Weg ein. Im Mai 63 beteiligten sich alle Schützenbrüder an der Planierung des Weges. Erst im Jahre 1971 erhielt der Weg eine Teerdecke.
Im Jahre 1977 bekam das Ehrenmal eine neue Abdeckung; es wurde rundum neu verfugt, und die Stufen erhielten als Belag Sandplatten.
Im Laufe der Zeit hatten Wind, Regen und Sonne die Gedenktafeln ziemlich strapaziert, so dass sie 1987/88 abgenommen werden mussten. Es dauerte 7 Jahre bis man sich über eine Restaurierung einig wurde. Nachdem Herbert Schultz die Tafeln wieder ausfindig gemacht hatte, konnte die Firma Czaikowsky die Tafeln restaurierten. Herbert Schultz und Walter Gronau gossen neue Betonrahmen und setzte diese in Ehrenmal ein. Die Tafeln wurden dann in den Rahmen befestigt.
Nachdem auch das Umfeld am Ehrenmal von der Jugendwerkstatt der Gemeinde Harsum neu gestaltet und bepflanzt worden war, konnte am Volkstrauertag, dem 9.11.95 das Ehrenmal wieder eingeweiht werden.
Auf Antrag des Kriegervereins stellte die Gemeinde Adlum das Grundstück in der Nähe der Schießanlage an der Soßmarschen Straße für die Bebauung zur Verfügung. Es waren 2,59 Ar auf der Schafweide an der Bewig, die der Kriegerverein für 25 Jahre (9 Mark Pacht pro Jahr) gepachtet hatte.