Schützenverein Adlum

Unser Schützenhaus

Schützenverein Adlum e.V.

So sieht unser Schüzenhaus heute aus

Schützenhaus

Zum Bau des Schützenhauses


Im Jahre 1929 entstand am alten Bruchgraben eine Anlage zurn Schießen. Zuvor schoss man auf dem Fleigeschen Garten, der jedesmal dafür hergerichtet werden musste. Einen festen Schießstand zu haben, bedeutete schon eine Erleichterung für die Schützen, die sich sonntags regelmäßig von 11 - 12 Uhr dort einfanden.

1930 beschloss der Vorstand am Schießstand ein einfaches Holzhaus zu bauen, das am Sonntag, dem 5.6.l932 eröffnet wurde. Vereinswirt Arnold Voges und seine Frau Elisabeth übernahmen die Bewirtschaftung und spendeten ebenso wie der Verein 25 1 Fassbier und 2 1 Schnaps. Das Haus wurde getauft auf den Namen ,,Hannoverscher Kriegerverein Adlum zur Prüßmühle“

1933 pflanzten die Schützenbrüder Bäume und Sträucher an. Die Stecklinge wurden wieder aus der ,,Ilse" geholt.

Wilfried Mispagel erinnert sicht:

An einem Sonntag im Jahre 1934, als ich 14 Jahre alt war, nahm mich mein Vater mit zur Schießanlage im alten Bruchgraben. Dort stand eine Bude, in der Vereinswirt Arnold Voges Bier und andere Getränke ausschenkte. Vor der Bude hatten Männer auf Pfählen 2 Tische mit Sitzbänken errichtet. Heinrich Hartmann, genannt Timmermann, Josef Möller und ,,Nolte“ Voges waren schon zugegen. Weil noch kein großer Betrieb herrschte, nahm mich Timmermanns Voar zur Seite und erklärte mir den Schießvorgang. Mein Vater bezahlte für 3 Schuss 50 Pfennig, und Herr Möller gab mir 3 Patronen. Ich weiß nicht mehr, welche Ringzahl angezeigt wurde. Es muss wohl zeimlich gut gewesen sein, denn Timmermann bat meinen Vater, noch einmal 50 Pfennig für 3 Schuss springen zu lassen. Diese 3 Schuss waren Volltreffer, jedesmal eine 10 (Zwölferscheiben gab es noch nicht). Die alten Herren schmunzelten und meinten: ,,Jetze mot sek Lübbers Zeppel oaber anstrengen.“ Der schoss auch dreimal eine 10. So kam es gegen 18 Uhr zu einem Stechen mit 2 Schuss. Da es ein Preisschießen war, schaute ich mir die Preise an:

       1.    PREIS   EIN GROßER SCHINKENBRATEN

       2.    PREIS   EIN BUNTER KUCHENTELLER

Für mich stand fest: ich wollte den Kuchenteller, Schweinebraten hatten wir selber.

Kurz vor 18 Uhr schoss ich zuerst. Ich legte an, es glückte mir ein guter Schuss. Jetzt wurde der Wunsch nach dem Kuchenteller übermächtig in mir. Ich legte wieder an, hielt aber etwas daneben und - der begehrte Kuchenteller gehörte wir.

Vorsichtig steckte ich ihn unter meinen Joppen und eilte nach Hause. Mutter saß in der Stube und strickte Strümpfe. Sie sollte erraten, was ich denn Kostbares unter meiner Jacke verborgen hielt. Sie konnte es ja nicht ahnen. Als ich ihr den bunten Teller zeigte und die lobenden und anerkennenden Worte und das strahlende Lächeln meiner Mutter wahrnahm, entschädigte mich das voll und ganz für meinen verschenkten 1. Preis.

 Heinz Gentemann erinnert sich:

Eines Tages äußerte die Vereinswirtin Frau Elisabeth Voges mir gegenüber den Wunsch, an Sonntagnachmittagen auf dem Schießstand Musik zu machen, um ihren Ausschank attraktiver zu gestalten. Die Adlumer Hauskapelle, bestehend aus Heino Hartmann (Klarinette und Geige), Franz Dierks (Schlagzeug) und Heinz Gentemann (Schifferklavier), erklärte sich bereit, zum ,,Tanztee" aufzuspielen.

Vor dem Schützenhaus zimmerten Arnold Voges und ich dicke Balken zurecht. Darauf legten wir lange Bretter, die wir im Dorfe zusammenbettelten. Es entstand eine Tanzfläche von ungefähr 16 m². Wir spielten jeden Sonntag Nachmittag zum Tanz auf. Die Besucher und Gäste erfreuten sich an der Musik, sangen bekannte Lieder lautstark mit, doch nur zum Tanzen hatte man so recht keine Lust.

Irmgard Röding erinnert sich:

Jeden Sommersonntag bei gutem Wetter lud unser Papa ein Fass Bier auf den Handwagen, spannte unseren Rottweiler Bodo zum Ziehen davor und fuhr auf seinem Fahrrad, den Hund an der Leine, nebenher zum Schießstand an der Soßmarschen Straße. Dort schenkte er, während die Schützenbrüder ihre Preise ausschossen, sein Bier und Korn aus. Ab und zu verirrten sich auch Spaziergänger dorthin. Für die Kinder verkaufte Mama Süßigkeiten und Limonade. Später erledigte ich die Fahrten mit einer Vespa.

Hermann Wittur erinnert sich:

Nachdem ein Plumpsklo für Frauen hinter dem Schützenhaus gebaut war, (Männer gingen in die freie Natur) ergab sich ein Problem. Wer sollte den Einer regelmäßig leeren? Da kamen die Schützenbrüder auf die Idee, einen unter sich auszuknobeln, der sich der „duftenden  Pracht“ annehmen musste. Ich war oft genug dran und trug mit ausgestrecktem Arm und abgewandter Nase den Inhalt aufs Feld. Doch mir zum Trost, Karl-Heinz Seitz hatte noch öfter das Vergnügen.

Nach dem Kriege setzte 1953 die Vereinstätigkeit wieder ein, jetzt unter dem Namen „Schützenverein“. Die Anlage wurde planiert und bepflanzt. Der vorschriftsmäßige Bau eines Kugelfanges musste getätigt werden. Dazu holten 1959 die Schützenbrüder Franz Wittur, Hermann Wittur, Alfred Heumann, Georg Heumann, Georg Ingelmann, Arnold Voges, Helmut Hartmann, Josef Schrader; Heinz Schrader und Berni Schrader eine Holzbaracke von der Polizei Hildesheim. Für den Abriss erhielt jeder 2 DM aus der Vereinskasse. Aus den Brettern fertigte man die Kugelfangwände, die mit Kohlenasche gefüllt wurden. Hier drin verfing sich die Kugel, so dass sie nicht seitlich ausbrechen konnte und den nötigen Schutz für Spaziergänger gewährleistete. Pappeln und Eichen wurden am Weg entlang zum Schießstand gepflanzt.

Auf der Generalversammlung am 21.1.59 beschloss man mit dem Bau eines Schützenhauses sofort zu beginnen. Es entstand gegenüber dem Wäldchen am Ehrenmal, nachdem die Ausschankbude abgerissen worden war. Die Kosten für diesen Steinbau übernahm die Vereinswirtin Frau Elisabeth Voges.

 Weitere Daten zum Schützenhaus:

 1. Mai 1962      - Eröffnung des Schießstandes
                         
- Anschaffung einer Fahne für 10 DM, die beim Schießbetrieb an einem Mast befestigt immer wehen sollte
Juli 1961           - Maschendrahtzaun um die Schießbucht
1964                 - Beschaffung eines Schießapparates als Vollautomat für 920 DM
1968                 - Aufstellung neuer SchießMenden
1971                 - Erweiterungsbau: Küche und KK-Stand
8. Juli 1972       - Einweihungsfeier um 19 Uhr mit Grußworten vom Bürgermeister, dem Pfarrer, der AAV und befreundeten Vereinen
1973                 - Toilettenanlage umgebaut, dass sie auch von Damen benutzt werden kann
                         - Tannenschonung angelegt
                         - Bauausschuss unter Vorsitz von Otto Diethelm überwacht die anstehen den Arbeiten
1975                 - Installation eines Gasofens. Die 1. Gasflasche für 80 DM kaufte der Vorstand
1978                 - Bau einer Klärgrube
                         - Dach wird von Firma Trapp isoliert
1979                 - Es läuft eine Spendenaktion für den Toilettenbau
                         - Ein Bankkonto wird eingerichtet
                         - Zum Bauausschuss gehören: Josef Bruns und Johannes Ingelmann
                         - Balken werden am Vorbau eingearbeitet
11. Sept 1979   -Toilettenbau bis auf Innenausstattung fertiggestellt
                         - Aufenthaltsraum, der erweitert wurde, soll mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet werden
1980                 - Heinrich Schwanitz übernimmt die Pflege der Schießplatzanlage für 200 DM im Jahr
                         - Ein Fahrradständer wird angebracht
                         - Das Schützenhaus erhält einen neuen Außenanstrich
                         - Sämtliche Klappen sind zu überarbeiten
                         - Dachabdichtung zwischen Alt- und Neubau
                         - Schlüsselanlage gekauft (für Toiletten, Aufenthaltsraum und Gewehrschrank)
                         - Alarmanlage soll installiert werden
                         - Gewehrschrank erhält Stahlplatte
                         - Gasherd und Kücheneinrichtungsgegenstände werden gekauft
                         - Kühlschrankanschluss, Radio mit Lautsprecher müssen installiert werden
                         - Kauf von Tischen u. Stühlen im Aufenthaltsraum
                         - 2 getrennte Mülleimer für Glas u. Papier werden aufgestellt
7.   März 1980  - Vorstellung des Erweiterungsbaus am Schießstand für 2. Mai 1980 abends 1930 Uhr geplant
                         - am 4. Mai 1980 Tag der offenen Tür ab 1400 Uhr
                        - Fertigstellung der überdachten Terrasse
1981                - Scheibentransportanlage installiert
1983                - Schießstand zur Nordseite erweitert
                         - Grenzen festgelegt
                         - Errichtung des Giebeldaches über die gesamte Breite und Länge bis zur 1.Blende
                         - Luftgewehrstand entsteht
1985                 - Bau einer Holzdecke zum isolieren im LG-Stand
                         - Baugenehmigung dazu ist erteilt
                         - Küche von M. Bruns wird installiert
                         - Fliesen im Schießraum sind gelegt
                         - Glastür zum LG-Stand eingebaut
1986                 - Gasöfen in der LG-Halle installiert
                         - Außenbeleuchtung wird erweitert
                         - Anbau Südseite geplant
1988                 - Alle beanstandeten Mängel durch den Landkreis werden beseitigt
1990                 - Bau eine Klärgrube
                         - Vertäfelung der Luftgewehrhalle abgeschlossen
                         - Neuverlegung des Pflasters
                         - Ankauf von Gestühl für die LG-Halle
1992                 - Bau eines Geräteschuppens
                         - Anschaffung von Leiter, Rasenmäher, Gastherme und Telefon
                         - Spielgeräte am Schießstand werden abgebaut ( defekt)
1993                 - Erneuerung der gesamten Schießanlage